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Minister Laumann: „Das Gesundheitswesen braucht den Apotheker als Heilberufler, nicht als Kaufmann“

Die Neue Apotheken Illustrierte veröffentlicht in ihrer aktuellen Ausgabe ein Interview mit dem Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales von Nordrhein-Westfalen und Mitglied des CDU-Bundesvorstandes, Karl-Josef Laumann.

Thema: die aktuelle Gesundheitsreform und die Rolle der Apotheken. In dem Interview betont der Minister, man brauche den Apotheker als Heilberufler, nicht als Kaufmann, weshalb er auch nicht den Preiswettbewerb unter Apotheken forcieren will. „ Die Arzneimittelversorgung“, so fürchtet Laumann, „würde dann ausschließlich am Preis des Arzneimittels ausgerichtet und die Versorgungsqualität zu einem nachgeordneten Aspekt degradiert. Der zu erwartende ruinöse Wettbewerb hätte gravierende Auswirkungen auf die Versorgungsqualität, insbesondere in ländlichen Gebieten. Das will ich nicht.“ Und weiter: „Pharmazeutische Dienstleistungen sollen im Interesse der Patientinnen und Patienten in allen Apotheken und in gleicher Qualität erfolgen, aus diesem Grunde sollen diese Dienstleistungen auch nicht in den Preiswettbewerb gestellt werden.“ Seiner Auffassung nach habe sich die bisherige Struktur der Arzneimittelversorgung bewährt.

Zum Thema konzernartige Apothekenketten sagt Laumann: „Ich sehe eine interessenunabhängige, qualitätsgesicherte und professionelle Arzneimittelversorgung am ehesten durch die inhabergeführte Apotheke gewährleistet! Sie ist der beste Garant für eine unabhängige und flächendeckende Arzneimittelversorgung. Nach meiner Kenntnis haben Apothekenketten und Fremdbesitz in anderen Staaten nicht nachgewiesen, dass sie besser beraten und preiswerter sind als inhabergeführte Apotheken.“ Was er sich von Apotheken wünscht: dass eine vertrauliche Beratung der Patienten an jedem Platz in der Apotheke gewährleistet ist.

Sind die Apotheken bei dieser Gesundheitsreform zu gut weggekommen? Nein, sagt Laumann. „Die Apotheken haben in der Vergangenheit immer wieder zur Kostensenkung der Arzneimittelversorgung beigetragen, die jetzt vorgesehene Anhebung des Krankenkassenrabattes führt zu weiteren jährlichen Einsparungen von 150 - 170 Millionen Euro.

Das ausführliche Interview lesen Sie in der „Neue Apotheken Illustrierten“ vom 1. März.

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Quellen: Govi-Verlag, Aponet, Neue Apotheken Illustrierte, Wetterbote, ABDA

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