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Bluthochdruck wegoperieren

Eine Operation, bei der Nierennerven durchtrennt werden, kann den Blutdruck senken. Angewendet wird sie bislang bei Patienten, deren Bluthochdruck auf eine Arzneibehandlung nicht anspricht. Über das neue Verfahren berichtet die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe vom 1. September 2010.

"Über einen kleinen Schnitt im Leistenbereich erfolgt ein Zugang zum Gefäßsystem", beschreibt Dr. Felix Mahfoud das Verfahren, das er bei über 40 Patienten im Universitätsklinikum des Saarlandes durchgeführt hat. Der Operateur bringt einen Spezialkatheter bis in das Nierengefäß ein, mit dem er dort verlaufende Nervenfasern verödet. "Die ganze Prozedur dauert etwa 45 Minuten und wird an beiden Nieren durchgeführt", erklärt Mahfoud. Durch die Operation lässt sich der obere Blutdruck dauerhaft um etwa 30 bis 40 mmHg, der untere um etwa 10 mmHg senken. Bei einem Viertel der Patienten kann man aufgrund sehr deutlicher Blutdrucksenkungen die Zahl der Medikamente verringern. "Die Nierennerven sind maßgeblich an der Regulation des Blutdrucks beteiligt", erklärt Mahfoud. "Sie verbinden das Gehirn mit den Nieren sowie den Nebennieren und führen zur Ausschüttung von Hormonen, die den Blutdruck steigen lassen."

Der Niere selbst schadet das Verfahren nicht. Einen interessanten Nebeneffekt konnte Mahfoud zudem feststellen: Durch die Operation kann die Stressnervenaktivität des gesamten Körpers reduziert werden. Damit verbunden sind eine Abnahme der Glucoseproduktion in der Leber und der Niere sowie eine bessere Verstoffwechselung von Glukose in der Muskulatur. Das Blutzucker senkende Hormon Insulin wirkt besser, der Blutzuckerwert sinkt.

> Mehr darüber lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der "Neue Apotheken Illustrierte"

Naturarzneien für Ihre Gesundheit

Pflanzenarzneien sind viel mehr als getrocknete Blätter und heißes Wasser. Mit Pflanzen zu heilen setzt vor allem profunde Kenntnisse über die Wirkung der verschiedenen Pflanzenteile voraus. Das berichtet die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe vom 1. September 2010. Denn nicht alle Inhaltsstoffe wirken gesundheitsfördernd.

So bei Efeu: Alle Pflanzenteile der Kletterpflanze sind giftig. Bereits der Verzehr weniger Beeren reicht aus, um Erbrechen, Bauchkrämpfe und Schläfrigkeit zu verursachen. In der richtigen Dosierung werden dieselben Giftstoffe jedoch zu Arzneistoffen, die Verschleimungen und Krämpfe in den Atemwegen lösen. Mit einem Teeaufguss aus Efeublättern gelingt dies nicht. Zu viele Giftstoffe würden in das Getränk gelangen. Spezielle Auszugsverfahren sorgen dafür, dass nur die erwünschten Substanzen in das Endprodukt gelangen.

Auch Bodenbeschaffenheit und Klimabedingungen nehmen Einfluss darauf, wie hoch die Wirkstoffmenge in einer Arzneipflanze ist. Spezielle Extraktionsverfahren und zahlreiche Prüfschritte sorgen dafür, dass Patienten sich bei der Verwendung pflanzlicher Arzneimittel auf einen konstanten Wirkstoffgehalt verlassen können.

> Mehr darüber lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der "Neue Apotheken Illustrierte"

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Quellen: Govi-Verlag, Aponet, Neue Apotheken Illustrierte, Wetterbote, ABDA

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