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Der Versandhandel ist entzaubert Immer wieder werden Apotheken von unabhängigen Gutachtern getestet. Kürzlich testete die Stiftung Warentest 27 Vor-Ort-Apotheken und 23 Versandapotheken. Das Ergebnis lässt sich in einen einfachen Satz zusammenfassen: Die Vor-Ort-Apotheken schnitten weitaus besser ab als Versandapotheken. Damit nicht genug: Vergleicht man die Ergebnisse mit älteren Tests, so zeigt sich: Die wohnortnahen Apotheken werden immer besser, die Versandhändler hingegen immer schlechter. Auch das Vorurteil, dass Versandapotheken immer preiswerter wären, ist widerlegt. Die wohnortnahen Apotheken sind also besser als Versandapotheken. Aber auch sie können mit Hilfe ihrer Kunden noch besser werden. Beispiel Diskretion: Viele Apotheken haben Diskretionszonen gekennzeichnet. Aber nicht immer beachten Apothekenkunden die Markierungen auf dem Boden oder entsprechende Hinweisschilder. Patienten, die vom Apotheker einem intimen Thema beraten werden möchten, sollten um ein vertrauliches Gespräch bitten. Jede Apotheke verfügt über einen gesonderten Bereich für Gespräche, bei denen Zuhörer unerwünscht sind. Wer eine diskrete Beratung möchte, bekommt sie auch. Wenn in der Apotheke gerade so viel zu tun ist, dass dies nicht sofort möglich ist, können Apothekenkunden natürlich gerne nach einem Termin für ein ausführlicheres Gespräch fragen. Die wohnortnahen Apotheken bieten mehr Service als die Versandapotheken. Wohnortnahe Apotheken stellen pro Jahr rund 11 Millionen maßgeschneiderte Cremes, Salben oder Kapseln her. Sie übernehmen einen flächendeckenden Notdienst - jede Nacht sowie an Sonn- und Feiertagen. Diese personal- und zeitintensiven Dienstleistungen gehören zu den Pflichten jeder deutschen Apotheke. Einige Versandhändler drücken sich davor. Jeder Kunde soll selbst entscheiden, ob er dieses unfaire Verhalten unterstützen will. Karin Graf |
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