Elektromobile geben Freiheit zurück

Viel zu viel Zeit in den eigenen vier Wänden verbringen und für Besorgungen ständig jemanden um Hilfe bitten müssen: In dieser Situation befinden sich viele Menschen mit Gehbehinderung. Wie Senioren mit Elektromobilen ein Stück Freiheit zurückgewinnen können, erklärt die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe.

Bei Elektromobilen gibt es eine ähnlich große Bandbreite an Modellen wie bei PKW. Sie kosten jedoch erheblich weniger und fahren nicht ganz so schnell. Bei 6 km/h geht es los. Andere Modelle schaffen sogar bis 15 km/h. Bis zu dieser Geschwindigkeit gelten alle als Krankenfahrstühle und lassen sich ohne weitere Fahrerlaubnis fahren. Die Ausstattung reicht von einfach und funktionell bis zu komfortabel und luxuriös mit entsprechendem Preisschild. Alle verfügen über einen aufladbaren Akku.

Welches Modell sich im Einzelfall eignet, hängt davon ab, wie der Fahrer es nutzen möchte. Die langsameren Modelle dienen eher als Alternative zu einem handgetriebenen Rollstuhl, um kleine Strecken zu überbrücken. Bei höherer Geschwindigkeit legen die Mobile weitere Wege in kurzer Zeit zurück und vergrößern so den Radius des Fahrers erheblich. Daneben gibt es auch faltbare Mobile, die zum Beispiel in den Kofferraum eines Autos passen. 

Weiterhin ist es für eine Entscheidung wichtig, ob man auch auf unebenen Wegen damit unterwegs sein möchte und wie viel mit dem Elektromobil transportiert werden soll. Und nicht zuletzt: Wie groß und schwer ist der Fahrer? Eine Beratung im Fachhandel hilft, ein passendes Modell zu finden. 

Die gesetzlichen Krankenkassen beteiligen sich an den Kosten für ein Elektromobil, wenn medizinisch notwendige Gründe vorliegen. Stellt der Arzt eine Verordnung aus, ist es wichtig, mit der Krankenkasse zu sprechen, welche Voraussetzungen für eine Kostenübernahme bestehen. Beispielsweise gibt es wie bei Medikamenten auch bei solchen Hilfsmitteln Verträge der Kassen mit einzelnen Anbietern, an die die Versicherten gebunden sind. 

Außerdem in diesem Heft: Was hilft, wenn’s sticht? +++ Achtung, Unterzucker! +++ Schlaganfall: Mini heißt nicht ungefährlich

> Mehr darüber lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der "Neue Apotheken Illustrierte"