Mehr Grippe-Impfungen dank Apotheken

Die Bereitschaft, sich gegen die echte Grippe impfen zu lassen, ist in Deutschland alles andere als groß. Wie zahlreiche Apotheken in Nordrhein dazu beitragen, die Durchimpfung gegen Grippeviren zu erhöhen, erzählt Thomas Preis, Vorsitzender des Apothekerverbandes Nordrhein, in der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten. 

Schutzimpfung aus der Apotheke: Seit Oktober 2020 nehmen rund 250 Apothekerinnen und Apotheker aus 125 Apotheken an einem Modellprojekt in Nordrhein teil, um Männer und Frauen gegen Grippe zu impfen. Für ihre neue Aufgabe wurden sie ärztlich geschult. Das Modellprojekt wird ausgeweitet, und Preis geht deshalb davon aus, dass ab September insgesamt etwa 500 Apotheken mit mehr als 1000 Apothekerinnen und Apothekern Grippeimpfungen durchführen werden. 

»Das Impfangebot der Apotheken ist in der Bevölkerung auf eine enorm positive Resonanz gestoßen«, berichtet Preis. Es habe besonders Menschen erreicht, die sich sonst nicht hätten impfen lassen. »Dieses zentrale Ergebnis einer wissenschaftlichen Auswertung deckt sich auch mit den Erfahrungen anderer Länder, in denen Apotheken schon viele Jahre impfen. Auch dort wird das Impfangebot der Apotheken nicht als Konkurrenz zum Impfangebot der Ärzte gesehen, sondern als wichtige Ergänzung.« 

Die Apotheken wollen damit einen Beitrag leisten, die Bereitschaft der Bevölkerung, sich gegen Influenza impfen zu lassen, zu erhöhen. »Das Ziel der Weltgesundheitsorganisation, dass sich 75 Prozent der älteren Menschen und Risikogruppen gegen Grippe impfen lassen sollten, haben wir in Deutschland mit einer Quote von etwa 35 Prozent noch lange nicht erreicht. Da ist noch viel aufzuholen. Die wissenschaftliche Auswertung unserer Impfkampagne zeigt deutlich, dass durch die Einbindung der Apotheken die Impfquote wie in anderen Ländern auch gesteigert werden kann.« 

Außerdem in diesem Heft: Sport 3.0: Digitale Angebote auf dem Prüfstand +++ Diabetes ist auch Hautsache +++ Die Wahrheit über Vitamin D

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