Pflanzen für die Venen

Krampfadern lassen sich zwar nicht heilen. Dennoch gibt es Möglichkeiten, die Beschwerden, die damit einhergehen, zu lindern. Zum Beispiel mit pflanzlichen Mitteln aus der Apotheke, informiert das Apotheken Magazin in seiner aktuellen Ausgabe. 

»In Deutschland gibt es drei Substanzen, die für die Behandlung von Krampfadern zugelassen sind: ein Extrakt aus rotem Weinlaub, einer aus Rosskastaniensamen und eine synthetische Substanz, das Oxerutin«, informiert Professor Dr. Markus Stücker, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie. Während die ersten beiden jeweils auf eine spezielle Heilpflanze zurückgehen, handelt es sich bei Oxerutin um einen weit verbreiteten Pflanzenfarbstoff, der jedoch chemisch abgewandelt wurde. Es gebe recht gute Belege für die Wirksamkeit der Venen-Medikamente. Allerdings gelte dies nur für die Tabletten-Variante, so Stücker. Für sie konnten klinische Studien nachweisen, dass sich Wassereinlagerungen, medizinisch Ödeme genannt, zurückbilden. Außerdem verbesserten sich Beschwerden wie Schmerzen, Schwere- und Spannungsgefühle. 

»Wenn man die Tabletten einnimmt, lagern sich die Inhaltsstoffe in den Venenwänden ein und dichten sie auf diese Weise quasi ab«, erklärt der Venenexperte das Wirkprinzip. Dies führt dazu, dass die Venenwände weniger durchlässig sind und somit weniger Flüssigkeit durch sie hindurchgepresst werden kann. Dieser Abdichtungsprozess dauere jedoch eine gewisse Zeit. Stücker: »Der Wirkeintritt ist erst nach etwa vier Wochen zu erwarten.« Dies setzt allerdings die kontinuierliche Einnahme voraus. Ein wichtiger Punkt, wie Stücker betont. Es reiche nicht, an einem Tag, an dem man viel auf den Beinen sei, mal seine Venen-Arznei zu nehmen. »Unsere Patienten machen es oft so, dass sie in der warmen Jahreszeit – von Anfang Mai bis Ende Oktober etwa – die Kapseln einnehmen und auf diese Weise Schwellungen vermeiden. Krampfadern gehen dadurch allerdings nicht weg. Es gibt auch keine Cremes, die das bewirken.«  

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